Prof. em. Michael Meyer gibt Auskunft über die Bedeutung des Tempels in der Hamburger Poolstrasse

In diesem 10minütigen Beitrag gibt Prof. em. Michael Meyer Auskunft über die Bedeutung des Tempels in der Hamburger Poolstrasse für Reformjudentum in Vergangenheit und Gegenwart.

Dieser Videobeitrag entstand für eine Veranstaltung, die der Verein TempelForum in seiner Reihe SalonAtelier gemeinsam mit der Patriotischen Gesellschaft und dem Denkmalverein am 23. November durchgeführt hat und die bei der Patriotischen Gesellschaft in Anwesenheit von rund 150 Gästen stattgefunden hat.

Michael Meyer ist Autor von zahlreichen preisgekrönten Büchern und emeritierter Professor am Hebrew Union College in Cincinnati, Ohio. Das Hebrew Union College ist die älteste Ausbildungsstätte für liberale Rabbiner. Der Campus in Cincinnati war der erste, es folgten dann noch LA, NY und Jerusalem.
Zu seinen Werken gehört neben der jüngst bei CH Beck in München erschienenen Leo Baeck-Biographie auch das Grundlagenwerk über die Geschichte des Reformjudentums, „Response to Modernity: A History of the Reform Movement in Judaism“, das 1988 auf Englisch erschien und den National Jewish Book Award gewann, sowie in zahlreiche Sprachen, darunter auch ins Deutsche unter dem Titel „Antwort auf die Moderne: Geschichte der Reformbewegung im Judentum“ übersetzt wurde und im Jahr 2000 erschien.

Bericht im NDR über die aktuellen Arbeiten auf dem Tempel-Gelände

Jüdische Tempelruine in der Poolstraße wird genauer erforscht

Stand: 29.01.2026 18:42 Uhr

In der Neustadt gräbt Hamburg nach seiner jüdischen Geschichte: Die denkmalgeschützte Ruine des israelitischen Tempels in der Poolstraße wird in den kommenden Monaten weiter gesichert und genau erforscht, so im Kurzbericht hier:

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/juedsiche-tempelruine-in-der-poolstrasse-wird-genauer-erforscht,tempel-114.html

Zu dem virtuellen Rundgang durch die Ruine geht es hier: http://www.tempel-poolstrasse.de/

Reihe SalonAtelier geht weiter! Nächster Veranstaltung: 8. Februar, 14 Uhr Stadtrundgang!

Am 8. Februar 2026 um 14.00 Uhr
Stadtrundgang mit französischer Übersetzung
Pariser Kommunismus am Gänsemarkt – Heinrich Heine
im Hamburger Judenviertel

Im Sommer 1844 kam Heinrich Heine zum letzten Male nach Hamburg, um „Deutschland – Ein Wintermärchen“ druckfertig zu machen. Er wohnte der Eröffnung des Israelitischen Tempels bei und brachte aus Paris Nachrichten von Reaktionen auf den schlesischen
Weberaufstand mit, die zu Solidaritätsaktionen und zur Gründung des politischen Bildungsvereins für Arbeiter in Hamburg führten.

Dr. Jürgen Bönig, Sozialhistoriker, führt durch das ehemals jüdisch geprägte Viertel, mit französischer Übersetzung – für die Audio-Guide-Anlage bitte Kopfhörer mit 3,5 mm Klinkenstecker mitbringen und anmelden (hamburg-tempel@gmx.de) (wenn Sie nichts anderes hören, gilt Ihre Anmeldung als angenommen!).

Veranstaltungsort:
Ruine des Israelitischen Tempels
Poolstraße 12, 20355 Hamburg
In Kooperation mit arabesques – Deutsch-Französisches Kulturfestival
Verein Les français du monde und der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

    SalonAtelier (9. Oktober 2025)

    Konzert – Ensemble WAKS „SOFIAS REISEN“

    9. Oktober 2025, 19.00 Uhr



    Die sowjetisch-jüdische Musikethnologin Sofia Magid (1892–1954)
    wusste, dass ihr nur noch sehr wenig Zeit blieb, um die unter-
    gehende jiddische Musikkultur vor dem Vergessen zu bewah-
    ren. Ausgerüstet mit Phonographen und den dazu gehörenden
    Wachswalzen machte sie sich auf zu ihren abenteuerlichen Reisen
    und archivierte die Stimmen jiddischer Sänger. Die faszinierende
    Persönlichkeit Sofias hat das Ensemble WAKS inspiriert. Die von
    ihr in den von Bürgerkrieg, Pogromen und Hunger gezeichneten
    Shtetl der Ukraine gesammelten Lieder sind voller Intensität und
    weisen eine bedrückende Aktualität auf. WAKS hat anhand der
    zeitlich und topografisch präzise zuzuordnenden Wachswalzen
    vier dieser Reisen rekonstruiert und musikalisch nachgezeichnet.
    Eigenkompositionen von WAKS, moderne Liedarrangements,
    originale Phonographen-Aufnahmen im Zusammenklang mit der
    Stimme der heutigen Sängerin und Rezitationen aus Sofi as fik-
    tivem Tagebuch sind zu einem spannenden und vielschichtigen
    Konzertprogramm verwoben, das die Stimmen aus einer vergange-
    nen Welt neu auf die Bühne bringt.


    Inge Mandos – Gesang, Rezitation
    Hans-Christian Jaenicke – Violine
    Klemens Kaatz – Piano, Akkordion
    Stimmen von Wachswalzen – Gesang
    www.waks.info
    Veranstaltungsort:
    Stadtteilschule Am Hafen, Mensa,
    Poolstraße/ Neustädter Straße 60, 20355 Hamburg

    Der Eintritt ist frei!

    Stadtrundgang Glaubensfreiheit im Judenviertel Hamburgs?

    31. Oktober 2025, 14.00 Uhr

    Tag des offenen Denkmals Hamburg (12.-14. September)

    Der liberale Neue Israelitische Tempelverband errichtete 1842–1844 die als Tempel bezeichnete Synagoge (Entwurf Johann Hinrich Klees-Wülbern). Mit klassizistischen und gotisierenden Stilelementen spiegelt sie den Zeitgeschmack des 19. Jh. wider. 1931 profaniert, zerstörte 1944 eine Bombe das Hauptschiff. Vorhalle und Apsis sind als Ruinen erhalten. Nach langem Schattendasein ist der Tempel wieder in den Fokus erinnerungskultureller und stadtplanerischer Diskussionen gerückt. Am Denkmaltag informiert TempelForum e. V. u. a. über die Besonderheiten des Tempels, Sicherungsperspektiven und künftige Nutzung.

    Poolstraße 12, Hinterhof
    Geöffnet: Sa. 12–16 Uhr
    Führung: Sa. 12 und 14 Uhr

    Das umfangreiche Programm ist ab sofort online abrufbar:

    TodD_2025_Programm_2025-07-15_ES.pdf

    Swing, Latin und Blues im ehemaligen Tempel

    22. Mai 2025 – Konzert Jamberry Juice (19:00 Uhr)


    Kommen Sie am Donnerstag, 22. Mai zu einem außergewöhnlichen Konzert in der Veranstaltungsreihe SalonAtelier in der Poolstraße!

    Jamberry Juice sind fünf MusikerInnen aus Norddeutschland.
    Hier kommen breiter musikalischer Background, viele Jahre Bühnenerfahrung und die Leidenschaft für Swing, Latin und Blues zusammen.
    Mit viel Esprit bringen Thalke Hansen (voc), Harald Wenzel (p), Bernd Köster (dr), Klaus Rohwer (sax) und Thomas

    Veranstaltungsort: Ruine des Israelitischen Tempels,
    Poolstraße 12, 20355 Hamburg

    SalonAtelier – Mai/Juni 2025

    In einem Hinterhof der Hamburger Poolstraße stand einst der erste jemals realisierte Tempelbau liberaler deutscher Juden. Heute ist vom Neuen Israelitischen Tempel nur noch eine Ruine erhalten.
    Mit der Veranstaltungsreihe SalonAtelier möchten wir am historischen Ort auf den Umgang mit diesem einzigartigen Baudenkmal und auf dieses jüdische Kulturerbe Hamburgs aufmerksam machen und zur Auseinandersetzung mit der jüdischen Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart einladen.

    7. Mai 2025 – Vortrag „Gabriel Riesser“ (18:00 Uhr)

    Vortrag von Arno Herzig, Historiker
    Veranstaltungsort: Ruine des Israelitischen Tempels,
    Poolstraße 12, 20355 Hamburg

    22. Mai 2025 – Konzert Jamberry Juice (19:00 Uhr)


    Veranstaltungsort: Ruine des Israelitischen Tempels,
    Poolstraße 12, 20355 Hamburg

    26. Juni 2025 – Filmvorführung mit Gespräch return of the tüdelband – Gebrüder Wolf Story (19:00 Uhr)

    Veranstaltungsort: Ruine des Israelitischen Tempels,
    Poolstraße 12, 20355 Hamburg

    Anmeldung:
    Für einige Veranstaltungen gilt, dass eine Teilnahme nur nach bestätigter Anmeldung per E-Mail möglich ist (hamburg-tempel@gmx.de).

    Bitte beachten Sie, dass wir leider aufgrund der stark begrenzten Zahl an Sitzplätzen gegebenenfalls nicht alle Anmeldungen bestätigen können.

    SalonAtelier: Liederabend. Verboten. Verkannt. Vergessen. Verfemte Musik damals und heute

    (ACHTUNG: Bereits jetzt gab es so viele Voranmeldungen, dass das Platzkontingent erschöpft sein könnte – wir hoffen, eine Fortsetzung im Frühjahr machen zu können. Wir freuen uns sehr über das Interesse!)

    20. Februar 2025 / 19 Uhr / Fanny-Hensel-Saal der HfMT

    mit Pia Davila, Linda Leine, Johanna Backhaus und
    Anastasiia Shykyrinska.


    Die Künstlerinnen nehmen Sie mit auf eine musikalische Reise durch
    Werke verfemter Komponisten und Komponistinnen.
    Das reformierte Judentum, das seine ersten dauerhaften Wurzeln
    1817 in Hamburg schlug, bildet dabei einen historischen Hintergrund.
    Das mehrfach ausgezeichnete Duo Pia Davila (Sopran) und Linda
    Leine (Klavier) widmet sich im ersten Teil des Abends Liedern, die trotz
    schwieriger Umstände in der Zeit ihrer Entstehung eine beeindruckende
    Vielfalt und Tiefe zeigen.
    Im zweiten Teil des Abends stellen Johanna Backhaus und Anastasiia
    Shykyrinska, Nachwuchskünstlerinnen der HfMT Hamburg, in Wort und
    Gesang die Biografen von sieben Komponistinnen vor, deren Leben
    und Schafen durch die Verfolgung im Nationalsozialismus geprägt
    wurden.
    Lassen Sie sich ein auf einen Abend, der Musik und Geschichte verbindet und die Schicksale wie auch die Werke dieser vergessenen Musiker
    und Musikerinnen wieder lebendig werden lässt.
    Kooperationsveranstaltung mit der Hochschule für Musik und Theater
    Hamburg


    Veranstaltungsort:
    Fanny-Hensel-Saal der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
    Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg