26.02.2021 – Rundgang Hamburgs Jüdische Innenstadt – Die Tempelruine als letzter historischer Überrest (entfällt / wird nachgeholt)

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Kann leider coronbedingt nicht stattfinden. Ein Nachholtermin wird ab 01.04. auf dieser Seite bekannt gegeben.

Ausgehend vom letzten verbliebenen Ort jüdischen Lebens in der Hamburger Innenstadt geben der Lichtkünstler und Autor Michael Batz, der Historiker Hendrik Althoff und die Historikerin Miriam Rürup bei einer Stadtführung Einblicke in das vielfältige jüdische Leben von damals. In Kurzvorträgen und Projektionen beleuchten sie die wenigen Überbleibsel dieser jüdischen Vergangenheit und erläutern anhand der Tempelruine des Neuen Israelitischen Tempelvereins, warum Hamburg für die Geburtsstunde des liberalen Judentums steht, das sich hier erstmals als Gemeinde organisierte und einen Tempel errichtete.

Veranstalter: TempelForum e. V. – Verein zur Rettung und Öffnung der Tempelruine in der Poolstraße
Zeit und Ort: 15.00 – 16.30 Uhr, Treffpunkt am Großneumarkt / Ecke Alter Steinweg

Teilnahme kostenfrei. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe SalonAtelier statt, gefördert von der ZEIT-Stiftung. Anmeldung erforderlich unter hamburg-tempel@gmx.de. Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung

Support from Foundation for Jewish Heritage

The Foundation for Jewish Heritage is delighted to support the campaign to preserve the remarkable Tempel synagogue in Poolstrasse.  This is an iconic Hamburg landmark built at a time when the city was home to one of the leading Jewish communities of Germany.  The ambition of the building reflected the confidence of a community that was becoming an integral and vibrant part of Hamburg life.  The Tempel congregation also played a key role in the growth of Reform Judaism shaping much of its early traditions that would go on to have a profound influence throughout the Reform movement.  While the building is today in a parlous state, significant elements of the original structure remain and point to the potential of what the building might become in the future.  

Hamburger Senat kauft Tempel-Ruine in der Poolstraße

Heute gab der Hamburger Senat bekannt, dass er die Reste des israelitischen Tempelbaus in der Poolstraße erworben hat.

Ein erster Bericht hierzu findet sich hier:

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Hamburger-Senat-rettet-juedische-Tempel-Ruine-in-der-Neustadt,tempel136.html

Es ist sehr erfreulich, dass der Senat der Stadt Hamburg sich zu diesem wegweisenden Schritt entschieden hat. Nun kann dieser letzte verbleibende bauliche Überrest jüdischer Geschichte in der Hamburger Innenstadt endlich zu einem lebendigen und offenen Ort entwickelt werden. Hamburg hat die einmalige Chance, ein Kleinod der innerstädtischen jüdischen Topographie wieder sichtbar werden zu lassen.

Denn immerhin rund 300 Jahre jüdischer Geschichte Hamburgs haben sich in der Altstadt und Neustadt, dem heutigen Innenstadtbereich abgespielt. Von dieser langjährigen Geschichte ist die Tempelruine in der Poolstraße der letzte steinerne Zeuge des jüdischen Hamburgs in der Innenstadt.
Nun lässt sich in die Zukunft gerichtet überlegen, wie dieser Ort entwickelt werden kann.

Vereinsgründung erfolgt! TempelForum e.V.

Das Amtsgericht Hamburg hat jüngst die Gründung des TempelForum – Verein zum Erhalt und zur Öffnung der Tempel-Ruine in der Poolstraße e.V. registriert. Wir freuen uns sehr und werden auf dieser Seite kontinuierlich über Neuerungen und Entwicklungen informieren. Der Vereinsvorstand setzt sich zusammen aus Kolja Harms und Alexandra Merten, beides ArchitekInnen, und Miriam Rürup, Historikerin, die zugleich Vereinsvorsitzende ist.

Der Verein ist weiterhin über die Kontaktadresse hamburg-tempel@gmx.de zu erreichen. Dort können Sie sich auch für den Newsletter registrieren.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERSTÜTZUNG DES LIBERALEN JÜDISCHEN TEMPELS IN HAMBURG eingereicht bei Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher

Internationaler Aufruf

Dieser Aufruf für die Tempelruine wurde im Oktober 2020 an Bürgermeister Peter Tschentscher übermittelt. Unterschrieben haben ihn fast 300 Personen aus 16 verschiedenen Ländern, darunter zahlreiche RabbinerInnen, MuseumsdirektorInnen, ArchitektInnen, DenkmalschützerInnen ebenso wie Anwohnerinnen und Anwohner. Viele von ihnen haben teils äußerst bewegende persönliche Statements hinzugefügt. Der Aufruf benötigt auch weiterhin Ihre Unterstützung: Bitte bestätigen Sie Ihre Unterstützung via Email an: hamburg-tempel@gmx.de (Bitte nennen Sie Namen, Ort, gerne auch institutionelle Anbindung und etwaiger Bezug zum Tempel)

Der 1817 gegründete Neue Israelitische Tempelverein in Hamburg war eine der ersten reformjüdischen Gemeinden der Welt. Die Gründer beabsichtigten, die Einhaltung jüdischer Religionen zu bewahren und zu erweitern, indem sie liturgische Praktiken anboten, die mit den modernen Empfindungen einer neuen Generation im Einklang waren. Die Reformen umfassten die Veröffentlichung eines landessprachlichen Gebetbuchs und die Einführung von Predigten in deutscher anstatt hebräischer Sprache. In den ersten 20 Jahren veranstaltete die Gemeinde die Gottesdienste in einem gemieteten Gebäude. Der Grundstein einer neuen Synagoge wurde 1842 in der Poolstraße gelegt. Die Gottesdienste im neuen Tempel wurden am 5. September 1844 eingeweiht. Der Tempel wurde bis 1932 ununterbrochen genutzt, dann zog die Gemeinde in eine größere Einrichtung in der Oberstraße um. Die Synagoge in der Poolstraße wurde 1943/44 durch Bombenangriffe der Alliierten schwer beschädigt. Portalhaus, Apsisbau und auch ein paar Seitenwände stehen jedoch bis heute auf dem Grundstück und erinnern an die Ursprünge der historischen Bewegung des Reformjudentums.

Heute befinden sich die letzten Überreste des weltweit ersten eigens dafür errichteten Reformtempelgebäudes in Privatbesitz und sind durch aktuelle Verkaufspläne gefährdet. Die Pläne für die Bebauung des Grundstücks haben das Potenzial, dieses historische Denkmal zu zerstören, das für das spirituelle Leben von Millionen von Reformjuden auf der ganzen Welt von zentraler Bedeutung ist. Die endgültige Form, in der das Gebäudeensemble am besten erhalten werden kann, muss noch entwickelt werden. In der Zwischenzeit ist es jedoch wichtig, dass die Behörden der Stadt Hamburg alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um weitere Schäden des Ensembles zu verhindern, während ein langfristiger Erhaltungsplan entwickelt wird. Dieser sollte den Zugang für die Öffentlichkeit sichern, um dieses herausragende jüdische und hamburgische Erbe zu wahren und zu würdigen. Es steht für die Historie des liberalen Judentums, welche die Stadt Hamburg dringend als ihre eigene Geschichte annehmen sollte.

WIR FORDERN DAHER DIE STADT HAMBURG AUF, jetzt zu handeln, um die Überreste des Neuen Israelitischen Tempels als Teil des gesamten ehemaligen Tempelgrundstücks in der Poolstraße zu bewahren. Der öffentliche Zugang ist zu sichern, damit dieses Denkmal in der Zukunft für diese historische Institution der Religionsgeschichte stehen wird.

HANDELN AUCH SIE JETZT! Bitte bestätigen Sie Ihre Unterstützung via Email an: hamburg-tempel@gmx.de (Bitte nennen Sie Namen, Ort, gerne auch institutionelle Anbindung und etwaiger Bezug zum Tempel)

Mehr Informationen unter www.hamburg-tempel-poolstrasse.de

+++ Bitte weiterverbreiten! +++ Bitte entschuldigen Sie Mehrfachzusendung! ++++

Broschüre zum Tempel erhältlich!

Die Stiftung Denkmalpflege hat eine Broschüre zu Geschichte und Gegenwart des Tempelgebäudes herausgegeben.

https://denkmalstiftung.de/

Die Vorträge der Autorin und Autoren Andreas Brämer, Ulrich Knufinke und Miriam Rürup sind online verfügbar auf der Seite der Stiftung und bei Youtube.

Die Publikation „Der Israelitische Tempel in Hamburg“ erschien als Band Nr. 7 der Reihe „Archiv aus Stein“ in gemeinsamer Herausgeberschaft von Stiftung Denkmalpflege Hamburg und dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden. ISBN 978-3-936406-63-4.

Das erste Bethaus, das Hamburger Juden sich erbauten, war der Tempel in der Poolstraße. Ein eindrucksvoller, eleganter und repräsentativer Bau und eine der Keimzellen des Reformjudentums.

Diese überragende Bedeutung des Tempels sollte zu einem neuen Ansatz im Umgang mit seiner erhaltenen Substanz führen.

Die Tempel-Initiative beim Drunter&Drüber-Festival

TempelForum mit der Galerie Holthoff

Am Sonntag, den 27.9., sind wir zwischen 13 und 15 Uhr in der Galerie Holthoff anzutreffen. Der Galerist Thomas Holthoff wird anwesend sein und durch die Räume führen. Mitglieder des „TempelForum“, einer Initiative zur Rettung und Öffnung der Synagogenruine, werden Sie zudem in die jüdische Geschichte des Ortes einführen. Denn nach wie vor ist nicht klar, wie es mit dem einmaligen jüdischen Kulturdenkmal, von dem heute nur noch die Ruinen der Apsis und Eingangshalle vorhanden sind, weitergehen wird. Trotz Denkmalschutz verfällt es zunehmend und in den vergangenen Monaten ist eine Diskussion über seine Zukunft entbrannt – zwischen dem Eigentümer, der Stadt Hamburg und ihren Bürger*innen.Mitglieder der Initiative TempelForum werden zwischen 13 und 15 Uhr vor Ort sein und Ihnen von der historischen Besonderheit dieses Orts berichten und von der Bedeutung der Neustadt für die jüdische Vergangenheit und Gegenwart Hamburgs. (Beginn Kurzpräsentation jeweils halbstündlich.)
In den Räumen der Galerie setzen sich regelmäßig KünstlerInnen mit der historischen Aura der Tempelruine auseinander. Aktuell sind Arbeiten aus der Galerie Holthoff zu sehen.  
Wir werden alle 30 Minuten mit einer neuen Kurzpräsentation der historischen Bedeutung des Ortes beginnen! 


Kommen Sie vorbei und schnuppern Sie ein wenig in die jüdische Geschichte!

Zeit: Sonntag, 26.09 von 13 – 15 Uhr, Ort: Poolstrasse 12, Galerie Holthoff

http://kulturfestival-neustadt.de/event/ckff5ibcm3d3o0970jy3mfmix

Spannende Ausstellung in Galerie TEMPEL1844!

Präsentiert werden die Portrait-Fotografien von Katja Ruge, die sie während des Lockdowns in den Räumlichkeiten der einstigen Reformsynagoge von Hamburger Musiker*innen angefertigt hat – um noch einmal auf den Ort aufmerksam zu machen und ihn zu verewigen. Denn nach wie vor ist nicht klar, wie es mit dem einmaligen jüdischen Kulturdenkmal, von dem heute nur noch die Ruinen der Apsis und Eingangshalle vorhanden sind, weitergehen wird.

Während des Lockdowns entschloss sich die Fotografin Katja Ruge, noch einmal auf den Ort aufmerksam zu machen und sich mit Hamburger Musiker*innen in den Räumlichkeiten zu treffen. Entstanden sind Portraits, die nun vom 4. bis zum 11. September 2020 angeschaut werden können.

http://newsletter.freunde-der-kunsthalle.de/nl/306