So, 11.9.2022, 14 und 17 Uhr: Vorstellung Tempel Poolstraße bei Tag des offenen Denkmals

Kommen Sie am Tag des offenen Denkmals der Stiftung Denkmalpflege doch auch in der Ruine des Tempels Poolstraße vorbei. Mitglieder des Vereins TempelForum e.V. stellen die historische Bedeutung dieses Denkmals vor und Mitglieder des Vereins und der Initative zur Rettung und Öffnung der Ruine stehen zu Gesprächen zur Verfügung.

Mehr zum Gesamtprogramm hier: https://www.denkmalstiftung.de/index.php?pg=denkmaltag&me1=216&hl=de

Samstag, 3. September: Aufatmen-Festival!

Am 3. September ist das Festival Aufatmen zu Gast in der Poolstraße /https://aufatmen-hamburg.de/

Um 17 Uhr lädt Lux Æterna in der Reihe SalonAtelier zu einem Konzert: „Psalmen und Naturgesänge“

Der religiöse und politische Reformeifer des 1817 gegründeten Israelitischen Tempelverbandes zeigte sich besonders in seinem musikalischen Programm.
Neben Orgelmusik erhielt erstmals auch gemischter Chorgesang Einzug in die Gottesdienste. Das Hamburger Vokalensemble Lux Æterna knüpft im Rahmen des
Aktionstags „aufatmen – Hamburg singt und spielt!“ an diese Tradition des Ortes an und singt ein Konzert mit dem Titel „Psalmen und Naturgesänge“. Einen wichtigen
Beitrag zur jüdisch-christlichen Musiktradition leistete das in Hamburg geborene Geschwisterpaar Fanny Hensel (geb. Mendelssohn) und Felix Mendelssohn-
Bartholdy. Ihre geistlichen und weltlichen Werke werden ergänzt durch Kompositionen von Claudio Monteverdi, Heinrich Schütz, Felicitas Kukuck, György Ligeti und anderen. Im Anschluss laden wir Sie zu einem Getränk und weiteren Gesprächen ein.

Stadtrundgang mit Dr. Jürgen Böning am 11. August

Am 11. August fand in der Reihe SalonAtelier ein Stadtrundgang mit dem Historiker Dr. Jürgen Böning statt. Unter dem Titel „Von der Börse zu Salons und Altkleidermärkten“ führte er eine rund 20köpfige Gruppe Interessierter durch die Neustadt, ausgehend vom ehemaligen israelitischen Tempel in der Poolstraße.

Zwischen Poolstraße und Elbstraße, Großneumarkt,
Millerntor und Holstentor lag das Gebiet der Neustadt,
in dem JüdInnen seit 1773 in Hamburg wohnen durften
und mussten – mit starken Beschränkungen der
Gewerbe, die sie ausüben durften. Erst die Erkämpfung
der Bürgerrechte und Gewerbefreiheit nach 1860
ermöglichte ihnen das Wohnen in der ganzen Stadt.
Danach war der Israelitische Tempel von 1844 in der
Poolstraße nicht mehr Zentrum ihres Lebens.

Der Sozial- und Technikhistoriker Dr. Jürgen Bönig folgt
den Spuren des frühen Antisemitismus in Hamburg
und zeigt die Orte, an denen im ehemaligen Judenviertel
Hamburgs die Emanzipation der Menschheit
von Religion und ständischer Beschränkung diskutiert
und organisiert worden ist: von den Salons in der Poolstraße
zur ehemaligen „Judenbörse“ in der Elbstraße
(heute Neanderstraße) und zum Haus des Bildungsvereins
für Arbeiter von 1844 in der ABC-Straße.

Chief Executive der Foundation for Jewish Heritage in London, Michael Mail, besucht die Tempelruine in Hamburg

Am 29. Juni war Michael Mail, Direktor der Foundation of Jewish Heritage in London, zu Besuch in Hamburg. Die englische Stiftung unterstützt die Rettung der Tempelruine in der Poolstraße seit mehreren Jahren. Er traf sich mit Siri Keil und Miriam Rürup, um sich über die Situation vor Ort auszutauschen und besuchte die Tempelruine.

Mehr zu der Londoner Stiftung und zum Besuch von Michael Mail siehe hier:

https://www.foundationforjewishheritage.com/post/foundation-visits-hamburg

Michael Mail (Chief Executive of Foundation forJewish Heritage) und Miriam Rürup (Vorsitzende des Vereins TempelForum) vor Ort.

Die Reihe „Performing Denkmal“ thematisiert auch die Tempelruine in der Poolstrasse

Gefördert vom #takecare Programm des Fonds Darstellende Künste, der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Dorit & Alexander Otto-Stiftung hielten Maria Isabel Hagen und Christopher Felix Hahn im Juni 2021 in der Ruine der Synagoge in der Hamburger Neustadt eine künstlerische Forschungsresidenz ab.

Wohnungen für Künstlerresidenzen in die Entwicklung der Poolstraßen-Tempel-Ruine zu integrieren gehört mit zu den Punkten, die bei den Konzeptideen des Vereins TempelForum und der Initiative regelmäßig genannt werden.

Zu den Ergebnissen dieser Residenz und der geplanten Veranstaltungen siehe mehr hier:

https://www.mariaisabelhagen.de/db/recherchestipendium-performing-remembrance—denkmal

Reihe SalonAtelier geht gleich nach Sommerpause weiter!

Nächster Termin: 11. August, 18.00 Uhr
Stadtrundgang mit Dr. Jürgen Bönig: Von der Börse zu Salons und Altkleidermärkten

gefolgt am

3. September, 17.00 Uhr von einem Konzert von
Lux Æterna: Psalmen und Naturgesänge

und am 11. September, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr
Gespräch und Rundgang mit Miriam Rürup u.a. Mitgliedern des Vereins TempelForum zu Geschichte und Zukunft der Tempelruine in der Poolstraße

(im Rahmen vom Tag des offenen Denkmals in Kooperation mit der Stiftung Denkmalpflege)

SalonAtelier bei DenkmalAmOrt!

Wir machen mit beim diesjährig erstmals in Hamburg stattfindenden Wochenende „Denkmal am Ort“ – das gesamte Programm finden Sie hier:

https://www.denkmalamort.de/deutsch/dmao-programm-2022-1/hamburg-7-8-mai/

Samstag, 7. Mai, 16:30 Uhr Präsentation und Gespräch

Jüdischer Tempel und Wohnort zugleich: Mathilde Zuckermann und die Poolstraße 12-14 

Hof Poolstraße 12-14, 20355 Hamburg- Neustadt

Der Israelitische Tempel in der Poolstraße war der erste Bau einer eigenständigen liberalen Gemeinde überhaupt, die heutige Ruine stellt den einzigen Überrest des einst blühenden jüdischen Lebens in der Neustadt dar. Haus Nr. 12 der Vorderhäuser ist zugleich der letzte Wohnort von Mathilde Zuckermann, geb. Elias (1905- 1940). Sie wurde 1939 in ein Versorgungsheim aufgenommen und 1940 in der Tötungsanstalt in Brandenburg an der Havel ermordet. Michael Batz, Miriam Rürup und Ingo Wille stellen den geschichtsträchtigen Ort vor und erinnern an den Lebensweg von Mathilde Zuckermann und an andere Bewohner*innen.

Eine Anmeldung ist nicht mehr erforderlich.

Reihe SalonAtelier: Gespräch mit Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg: Frauen im liberalen Judentum, 28.4., 18 Uhr

Die liberale Strömung des Judentums, die im frühen 19. Jahrhundert auch in Hamburg ihren
Anfang nahm, stellt bis heute orthodoxe Regeln und Erwartungen infrage. Dazu gehört auch ein neues Geschlechterverständnis: Nur im liberalen Judentum werden Frauen ordiniert. Aktuell gibt es zehn Rabbinerinnen in Deutschland. Eine von ihnen ist die Historikerin und Judaistin Dr. Ulrike Offenberg, seit 2016 Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde in Hameln und Teil einer neuen feministischen Bewegung, die sich für eine umfassende Gleichberechtigung von Frauen in der Religion einsetzt. Mit ihr sprechen wir
über das liberale Judentum heute und den Alltag als Rabbinerin zwischen religiöser Tradition und gesellschaftlicher Modernisierung.

Im Anschluss laden wir Sie zu einem Getränk und weiteren Gesprächen ein.

Ort: Poolstraße 12-14, genauere Angaben in Anmeldebestätigung. Bitte Anmeldung unter hamburg-tempel@gmx.de .

Foto: Wolfgang Truchseß

Fortsetzung Reihe SalonAtelier März – Mai 2022

Um einen Diskussionsraum für die Entwicklungen rund um die Tempelruine in der Poolstraße zu schaffen, finden ab März wieder einmal monatlich Veranstaltungen in der Reihe SalonAtelier vor Ort statt – natürlich unter den jeweils dann geltenden Pandemiebedingungen und deshalb ausschließlich nach bestätigter Anmeldung.

Hier die wichtigsten Daten:

Samstag, 26. März, 16:30 (in Kooperation mit Denkmalverein, Gespräch zu Denkmalschutz mit der Leiterin des Denkmalschutzamtes, Dr. Anna Joss) – Anmeldung bis 23.3.

Donnerstag, 28. April, 18 Uhr (Gespräch mit Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg über Frauen im liberalen Judentum)

Samstag, 7. Mai, 16:30 (als Teil der Reihe DenkmalAmOrt, zs. mit Michael Batz, Miriam Rürup und Ingo Wille).